Mit dem Wohnmobil nach Italien!

 Emmerich, Lago di Maggiore, Pisa, Lago di Garda, San Gimignano, Pitigliano, Staturina, Vinci, Emmerich am Rhein.

 

Dieser Reisebericht ist frei erfunden. Personen, Orte, Begebenheiten sind rein zufällig und entspringen meiner Fantasie.

Bild: Pitigliano

 

Italien!

Allein der Klang dieses Wortes, da schwingen Emotionen mit.
Sonne, Pasta, Berge, Meer, Wärme,  Gelatio in allen Varianten, freundliche Menschen und vor allem PIZZA.

Braungebrannte Menschen an den Stränden, urige Eingeborene in ihren einsamen Bergdörfern,  Kirchen aller  Art und pittoreske Städtchen.

Und das alles zu normalen Preisen.

 

Diese Jahr also:  Geht es nach Italien.

 

Da brauchten wir nicht lange zu überlegen.

 

Bei unserem Besuch, vor einigen Jahren, haben wir uns so pudelwohl gefühlt, dass wir dieses  Erlebnis mit den Kindern erneuern wollen.

 

Bei  Dümo  in Emmerich haben wir uns rechtzeitig (Januar) einen Camper reserviert.
Dieses Jahr wollen wir einen großen Wagen mit Alkoven ausprobieren.

Am 14. Juli 2010 holen wir unser Ungetüm ab.

Die Übergabe erfolgt in der gewohnt sachlichen Atmosphäre.
Das Auto wird kurz erklärt. Wichtige Hinweise gegeben und dann los.
 

Wir machen jede Menge Fotos des Fahrzeugs und arbeiten unsere Checkliste ab.
Als alles ok ist, fahren wir ab.

Einen Schreck jedoch erleben wir bei der Abholung:

Der Wagen hat keine Klimaanlage!

Nach einigen Diskussionen einigen wir uns auf einen Preisnachlass.


Nachdem Swetlana schon dabei war,  den gesamten Urlaub, bzw. das Reiseziel zu kanzeln.


Die Diskussionen erfolgen weitestgehend emotionsfrei, von Seiten der Dümo.

Hier war man ehrlich überrascht, ob der fehlenden Klimaanlage und um eine Lösung bemüht.


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Das Ungetüm vor der Abfahrt.

 

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Die Pilotenkanzel.

Ford Transit Fahrgestell mit Zwillingsreifen auf der Hinterachse.

 

 

Am Abend vor der Abreise erwischt Emmerich und Umgebung ein Gewitter.

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Auf dem Bild ist (schwer) zu erkennen, dass die Unterführung abgesoffen ist.

 

Ein Erlebnis ist es aber noch Wert zu berichten.


Auf dem Weg nach Kleve erwischt mich ein Unwetter.


Da der Tank des VW Passats komplett leer ist, kann ich nicht weiter fahren.

Gegen meine Überzeugung tanke ich den überteuerten und gepanschten deutschen Diesel.

Der Sturm peitscht die umliegende Vegetation und Gebäude. Fast scheint  es das Dach der Tankstelle abzuheben.

Als ich bezahlen will, ist die Tankstelle abgeschlossen.

Ich fuchtel mit dem Geld und mache deutlich, dass wenn sie nicht aufmacht, ich gern bereit bin, das Geschenk anzunehmen.


Widerwillig wird mir aufgeschlossen und das passende Geld entgegengenommen.

Hinter mir wird abermals die Tür verschlossen. Die anderen Tankgäste stehen fluchend im Regen!

 

Ein wenig später,  in einem Baumarkt, hat es in diesem die Dachkonstruktion angehoben. Hier regnet es jetzt in den Strömen hinein.

Der gesamte Markt steht  einige Zentimeter unter Wasser. Hier ist man jedoch professionell mit Läppchen zugange, um der Wassermassen her zu werden.

Auf dem Rückweg nach Emmerich sind reihenweise Bäume umgefallen, so dass zahlreiche Strassen gesperrt sind. Über Bauernwege suchen ich den Weg zurück nach Hause.

 

Von dort kann ich gleich Hilfestellung bei meinem Arbeits- Kollegen leisten.

Durch den Strurz- Regen sind die Emmerich Abwasserkanäle und die Kläranlage kurz vor dem Überlauf.

Als sich hier die Situation beruhigt hat,  fahre auch ich nach Hause.

Zuhause angekommen, erwartet uns unsere nächste Überraschung.
Es hat einen Baum auf dem Nachbargrundstück umgelegt!

 

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Der Baum hat den Fangzaun und ein massives Aluminiumtor zerlegt.

Nicht auszudenken,  wäre der Baum in die andere Richtung gefallen. Denn dort stand unser Leih- Camper.

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Camper in der unmittelbaren Nähe des umgestürzten Baumes.

 

15.07.2010 der Tag der Abfahrt.


Nach den Schrecken der vergangenen Nacht kann uns ja nicht mehr viel passieren,  also los.

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Abfahrt um 12:00 Uhr Mittags.

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7823 Km Stand bei Abfahrt.

Der Wagen ist fabrikneu. Die Laufleistung liegt bei gerade 7823 km.

Hinter Frankfurt erwischt uns ein gnadenloser Stau.
Ausgeruestet mit einer Strassenkarte,  fahren wir auf gerade wohl von der Autobahn ab.

An einem Gewässer gelegen, entdecken wir einen schönen Stellplatz mit eigener Brauerei.

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Schöner Stellplatz in Hessen.

 

Wenn man mit dem Wohnmobil unterwegs ist, erlebt man eine faszinierende Freiheit.

An allen interessanten Orten sind inzwischen Stellplätze ausgewiesen.
Wollte man hier spontan eine Übernachtungsmöglichkeit  im Hotel oder in einer Pension finden,  ist das nicht ohne Komplikationen möglich.

 

Nur aus dem Grund , das dies heute unser erster Tag ist,  fahren wir weiter.

Später,  suchen wir Unterschlupf auf einem Campingplatz.

Am späten Abend entern die Zwerge das erste mal Ihren Schlafplatz im Alkoven.
 

Voller Stolz plappern die Beiden noch lange vor sich hin,  bis auch sie endlich einschlafen.

 

 

 

Tag 2 der Italientour 2012  16.07.2010

 

In der Früh veranstalten wir ein Picknick.
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Püppchen beim Frühstück

Wir haben eine lange Etappe vor uns.
Ziel ist der Bodensee.

Der Transit erfüllt unsere Erwartungen.
Brav zuckelt der Wagen mit seinem gigantischem Aufbau die Autobahn entlang.

Dem Bordcomputer folgend,  findet sich eine Reisegeschwindigkeit von ca.90 -100 km/h ein.
Sollte man schneller fahren, steigt der Verbrauch rapide an.

 

Am Morgen starten wir mit der Besichtigung von Rothenburg ob der Tauber.

Dieses schöne Dorf lädt zu einer Zeitreise in das Mittelalter ein.

Rothenburg wird von einer fast vollständig erhaltenden Stadtmauer umsäumt. Diese kann kostenlos bewandert werden.

Hat man genug des Wanderns,  lädt z.B. das gruselige Kriminalmuseum oder der ganzjährige Weihnachtsmarkt zu dem Verweilen ein.

Letzterer ist eine besondere Attraktion, welche speziell bei unseren asiatischen Besuchern sehr beliebt ist.

Bei einem Schoppen Wein, aus dem Bämble, ruht sich der müde Besucher auf dem Friedhof (!) aus.

Dazu werden Schneebälle aus der nahen Bäckerei genossen.

 

 

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Stadtmauer in Rothenburg ob der Tauber.

Von hier hat man interessante Einblicke in die Stadt.

 

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Kinder vor einem Schaufenster des "Weihnachtsgeschäfts".

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Weihnachtsschmuck im ganzjährigen Weihnachtsmarkt in Rothenburg ob der Tauber.

Den Kindern haben wir befohlen: Haende so halten, dass wir sie sehen koennen und NICHTS anfassen!

Wir besuchen diese tolle Stadt schon seit Jahren in unregelmäßigen Abständen. Noch immer entdecken wir immer neue Gassen (und Eintrittsgelder).

 

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Mit den obligatorischen Schneebällen in der Tasche wenden wir uns der Autobahn zu.

 

Unser Reiseziel für den heutigen Tag lautet:  Bodensee.

Da wir erst mal Kilometer hinter uns bringen wollen, verbringen wir den Tag im Camper.

 

Am frühen Abend erreichen wir den See.

Hier werden wir von überfüllten Plätzen überrascht. Die Saison ist noch früh, so dass wir damit nicht gerechnet haben.

Irgentwo vor Friedrichshafen finden wir einen Campingplatz. Mit unserem Argument, dass wir nur fuer eine Nacht bleiben,  ist man sich schnell einig.

Zu Fuß erreich wir des Abends den See und erleben einen schönen Sonnenuntergang am Wasser.

Das erste Mal könne wir unsere Füße im Wasser kühlen!

Hoffen wir, dass unsere Erwartungen und unser Wärmehunger dieses Jahr gestillt werden.

Die zweite Nacht im Camper beginnt, den Temperaturen entsprechend,  sehr spät.

An zu Bett gehen ist natürlich nicht zu denken. So albern wir herum, bis so nach einander den Kindern die Luft ausgeht.

 

17.07.2010   Tag drei der Italienreise.

 

 


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Artgerechte Haltung:  Zwerge hinter Gitter.
 

Blick in den Alkoven am Morgen.

 

 

Wir gönnen uns eine  Seereise an diesem Morgen. 

Statt um den Bodensee herum zu fahren, wollen wir die Fähre von Meersburg nehmen.

Nach ein wenig suchen gelingt es uns , die Fähre ausfindig zu machen.

Das diese kleine Strasse uns zur Faehre fuehren soll, hat uns so verwirrt, dass wir zwei Anläufe benötigten den Ableger zu erreichen!

Nach kurzer Wartezeit können wir Einschiffen und erreichen sicher das andere Ufer.

Die Überfahrt ist eine schöne Abwechselung und macht nicht nur den Kinder viel Spass.

 

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Fähre über den Bodensee.

 

Von Schildern sicher geleitet, erreichen wir unser nächstes Ziel:  Die Blumeninsel Mainau

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Blumeninsel Mainau Bodensee

Insel Mainau

Ein Höhepunkt ist der tolle Spielplatz. Hier sind es die Flöße, welchen unseren Kindern besonders gefallen haben.

  
Einen weiteren Höhepunkt der Insel Mainau stellt für die Besucher das Schmetterlingshaus da.
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Schmetterlingshaus Insel Mainau.

Unglaublich,  welche Pracht und Größe die Flatterdinger entfalten können.

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Die Blumentreppe auf der Insel Mainau.

Der prächtige Aufgang ist ein besonderes Erlebniss für die Sinne. Selbst ich kann den Geruch der Blumen wahrnehmen (25 Jahre Klaeranlage).

 

Zurück am  Camper,  führt uns unser  Weg   über Schaffhausen in die Schweiz.

Hier haben wir letztes Jahr übernachtet.

Dank der schönen Erinnerungen möchte ich nicht einfach so vorbei fahren.

Ein kurzer Stopp mit Besichtigung der eindrucksvollen Rheinfälle ist ein absolutes Muss.

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Rheinfall Schaffhausen.

Heute jedoch treibt es uns weiter.  Das angestrebte Ziel ist Luzern.

Der Vierwaldstätter See mit seinem kristallklarem Wasser ist ein absoluter Höhepunkt.

Zum Glück ergattern wir abermals einen Stellplatz auf dem ausgebuchtem Campinggelände.

Kaum stehen wir,  erwischt uns ein Regenguss.

Voller Mitleid erblicken wir die abgesoffenen Zelte der Bodenschläfer.

Bei  unserem letzten Aufenthalt erfuhren wir ein ganz ähnliches Schicksal. Ist man mit dem Fahrrad unterwegs, kann ein solches Ereignis die ganze Tour über den Haufen schmeißen.

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Abgesoffene Nachbarn. Da kann auch der Pavillon nicht helfen

Mit Regenschirmen bewaffnet machen wir uns auf,  Luzern zu erobern.

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Der Vierwaldstätter See bei Luzern im Regen.

 

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Luzern im Regen

 

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Der Flutgraben in Luzern.

Man achte auf das kristallklare Wasser des Sees.
 

Im Sommer lassen sich Mutige vom Wasser mitreißen.

Diese klettern dann später an einer Leiter aus dem Kanal heraus.
 

Bei dem relativ kaltem Wetter möchte ich meine Lieben mit etwas Besonderem verwöhnen.

Ein Restaurantbesuch scheitert an den Preisen (und meinem Geiz).
Die Urlaubskasse sollte nicht bereits an dem ersten Abend  geplündert werden.

So verspreche ich vollmundig einen Kakao und uns Menschen einen Kaffee.


In der vermeintlichen Fast Food Kette "Star Bucks"  erlebe ich ein wahres Komedie Spektakel.
Gleich der lustigen Darstellung der professionellen Witzeerzähler werde ich im feinsten Schweizerdeutsch durch einen Fragenkatalog geleitet, welcher einen <normalen>  Bürger völlig überfordert.

Das Lachen bleibt mir allerdings im Hals stecken, als mir im Schnellrestaurant die Rechnung präsentiert wurde.

NIE WIDER.

Den Abend verbringen wir mit einem Gesellschaftsspiel und lesend im Camper.

Denn es hat erneut begonnen zu regnen...

 

18.07.2010 Der 4.Tag der Italienreise.

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Ein Morgen in der Schweiz.

Der Tag beginnt mit herrlichen Ausblicken auf den See.

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Der Vierwaldstätter See Schweiz

Der See lässt einen nur schwer los.

Wunderschöne Blicke entlang der Strasse entlocken immer wider den Besuchern bewundernde Ausrufe.

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Tankstopp vor der Alpenquerung.


Wir wollen eine Passstrasse fahren.
Vorsichtshalber tanken wir voll, man weiß ja nie, was einen in den Bergen alles widerfährt.

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Blick aus dem fahrenden Camper.

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Passstrasse mit dem Camper

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Im Hintergrund ist die Strasse zu erkennen.

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 Parken in den Alpen.

 


Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir dem Charme der Wildnis erliegen.
Auf einem Parkplatz lassen wir den Camper stehen. Von dort aus wandern wir auf das Geradewohl  einen Berg hinauf.

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Der Blick vom Parkplatz den Berg hinauf. 

 


Der Pfad ist zu erkennen.

Tüchtig aus der Puste kommend, haben die Kinder einen Riesenspaß.    Als Niederrheiner ist eine solche Bergersteigung nicht alltäglich.


Leider kann ich nicht aus meiner Haut.

Wenn ich den Camper nicht sicher stehen weiß, bin ich unruhig. So auch heute.

Auf der Spitze angekommen, dränge ich  zum Bedauern der Kinder, auf den Rückzug.
 

Der Berg ist faszinierend.

Überall stehen unterschiedlichste Blumen. Der Stein selber scheint zu glitzern.

Zahlreiche Proben finden Weg in die Taschen unsere Lieblingstochter.

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Der Weg ist das Ziel. Bergbesteigung in der Schweiz.

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Blick vom Berg auf den Camper.

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 Fernreisestrasse auf dem Weg nach Genua.

 

 

Die Hupe wird vor jeder Kurfe betätigt !

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Der Weg nach Genua.

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Eisenbahn „Brücke“ in den Alpen.

An jeder Kurve ein neue Herausforderung.
Die Hupe wird vor jeder Kurve betätigt.

Was bei unserer Größe absolut notwendig ist.
Mehr als einmal verhindert die Hupe einen Unfall.

Besonders nervig sind die Rennradfahrer.
Bergab ebenso wie bergauf.

Wollen und können wir bergab nicht so schnell fahren,  werden wir von den Kamikazepiloten überholt!

Nicht immer können diese dabei die Strasse einsehen.

Bergauf neigen die Kameraden zur Rudelbildung.  Auch unter Berücksichtigung ihrer sportlichen  Höchstleistung sind sie nicht unsterblich.
Das scheinen die Fitzer aber zu vergessen.

 

In der Erinnerung blieb eine Ampelbaustelle.
In einem Dorf stand völlig motivationslos eine Ampel herum. Diese zeigte uns deutlich ihr rotes Licht.
 

Nach einer endlosen  Wartezeit begann ich ungeduldig zu werden.

Scheinbar war die Anlage defekt ?!

Irgendwann war mein Frust höher als die Angst vor Bestrafung und wir fuhren los.

Treu folgt mir die Schlange über das rote Licht.
Am Ende der Baustelle dasselbe Bild. Genervte Reisende vor der roten Ampel.
Ob die Anlage defekt war, weiß ich nicht, bis heute habe ich jedenfalls keine Anzeige erhalten.

 

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Blick aus dem Camper auf die Strasse.

 

 

Diesen Abend haben wir uns ein besonderes High Light ausgesucht.

Denn Morgen hat unsere Catharina Ihren  5. Geburtstag!

Haben wir auf früheren Reisen den Lago die Garda kennen und schätzen gelernt, wollen wir jetzt am Lago die Maggiore übernachten.

 

Schnell ist ein Platz direkt hinter der Italienischen Grenze gefunden.

 

Zur Begrüßung in Italien machen wir uns auf, in einer "richtigen" Pizzaria essen zu gehen.

Zum Glück können sich die Kinder halbwegs ordentlich benehmen und unsere Premiere ist geglückt.

 

Der abendlicher Spaziergang , entlang eines Bachs, führt uns zu einem Spielplatz am See.

Natuerlich hatte Swetlana recht, denn unter meiner Fuehrung landeten wir in einer Sackgasse auf der falschen Seite des Bachs mit Blick auf den Spielplatz, nur leider ohne Bruecke! Also das Ganze zurueck und....

 

Dort verbringen wir schöne Augenblicke am See,  bis uns die Mücken in den Camper treiben.

Campingplaz am Lago di Maggiore.

 

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Lago di Maggiore am Abend.

 

 

 

19.07.2010 Catharinas Geburtstag.

 

Am Morgen wird der Camper heimlich geschmückt. Ein Kuchen wird aus der Verpackung gezaubert und Girlanden aufgehangen.

Selbst ein paar Kerzen haben wir mitgebracht.

Die Überraschung ist gelungen!

Die Geschenke geraten zur Nebensache und wir blicken in ein paar glückliche Kinderaugen.

 

Erfreulich war, dass unser Platzwart, aufgrund der Dekoration erriet, dass ein Kind Geburtstag hat und schenkte ihr eine Dose Sprite mit Schleife daran.

Was unserer Cathy bis heute in dem Gedächtnis geblieben ist.

 

Wenn wir heute unsere Tochter fragen,  wohin im Urlaub, antwortet sie spontan: <Nach Italien, wo mein Geburtstag war!>.

 

Unterwegs entdecken wir auf der Strasse, immer am See entlang, tolle Ansichten und Ausblicke.

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Festung im Lago di Maggiore.

 

Heute wollen wir nur kurz fahren,  um den Tag genießen zu können.

 

Über einen weiteren spektakulären Pass erreichen wir am Vormittag Genova.

 

 

Leider können wir den Anblick des tiefblauen Mittelmeers nicht richtig genießen.

Der Zugang zum Meer ist von privaten Grundstuecken verwehrt.

 

Das kennen wir so gar nicht aus Italien!

Müde von der Fahrt, folgen wir einer Strasse immer der Promenade entlang.

 

Hier sind zahllose Strandrestaurants und Hotelanlagen zu finden, aber kein Campingplatz.

Auch ausserhalb der Stadt dasselbe Bild.

Das Ende der einen Stadt und der Beginn einer weiteren Stadt,  ist nicht auszumachen.

 

Überall und immer dasselbe Bild.

Private Anlagen mit riesigen Parkplätzen, aber nirgendwo ein oeffentlicher Zugang zum Meer.

 

Das haben wir aber anders in der Errinnerung.

Nach gefühlten Stunden geben wir Enttäuscht auf.

Da waeren wir doch lieber am Maggiore geblieben!

 

Ein Kriesenkommitee  wird gebildet und es wird beschlossen auf der Autobahn bis nach Pisa zu fahren.

Wir möchten doch unserer Tochter an Ihrem Geburtstag noch etwas bieten und nicht frustriert nach einem zweitklassigem Campingplatz suchen.

 

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Auf der Italienischen Autobahn.

Hier werden wir bei 100km/ h von LKW überholt.

 

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Italienische Autobahn.

Von der Brücke, in den Tunnel, auf die Brücke,  in den Tunnel usw.

 

Am Nachmittag gelangen wir in Pisa an.

Schnell ist ein Campingplatz gefunden.

 

Von diesem können  wir zu Fuß zum Turm gelangen.

 

Aber erst wird einmal ausgiebig gebadet, denn in der Camping -Anlage ist ein Schwimmbad gelegen.

Leider haben wir nicht mit den strengen Hygieneauflagen der Italiener  gerechnet.

Aber nach dem Kauf  von  Badekappen steht dem Badevergnügen nichts mehr in dem Weg.

(Dabei habe ich das vorher im Reisefuehrer gelesen, dass mit den Badekappen in Italien meine ich).

 

 

Später machen wir uns zu Fuß auf, um den Turm zu bestaunen.

Noch können die Kinder nicht glauben,  dass dieser  wirklich schief ist !

 

Erst als die Zwerge das "Weltwunder" in der Wirklichkeit sehen, gerät zwar ihr Weltbild schief, aber der Glaube an das väterliche Wort ist wider hergestellt.

 

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Der schiefe Turm von Pisa.

 

Wir sind an diesem sommerlichen Abend nicht die einzigsten Spaziergänger.

Ein munteres Völkchen tummelt sich rund um den krummen Turm.

Abendliche Passanten in Pisa.

 

Mit einem riesigem Eis für unser Geburtstagskind beenden wir den tollen Tag.

Durch unsere Entscheidung  bis Pisa  durch zu fahren, haben wir einen Glücksgriff getan.

 

Wenn wir heute (drei Jahre später) fragen, wohin wir in den Urlaub fahren wollen,  kommt sofort die Antwort der Lieblingstochter: "Italien, wo mein Geburtstag war!".

 

 

Abreise von unserem Campingplatz in Pisa.

 

Wir haben es uns zum Fruehstueck vor dem Camper bequem gemacht.

 

Als erstes sahen wir einen Porsche Cayenne mit bescheidenem Doppelachsanhaenger -Wohnwagen.

Das koennte fast Stiel haben, wenn man von den  30 - 50 Liter Super Plus absieht, die so ein Monstrum mit dem Anhaenger zusammen verbraucht.

 

 

Von unserem Fruehstuecksplatz aus koennen wir ein Schauspiel der Italienischen Art bewundern.

Ein junges Paerchen hat eines dieser neuen Quench Zelte, - dass sind diese Wurfzelte.

Im Aufbau sind die Zelte klasse. Halt einfach nur hochwerfen und schon steht das Zelt (nach der Landung).

Leider scheint es mit dem Zusammenbau nicht ganz so einfach zu sein.

 

Das unglueckliche Paerchen versucht sich recht erfolglos an dem Konzept.

So nach und nach gesellen sich immer mehr Berater zu den Probanten.

Ein lautstarkes Spektakel mit viel Gefuchtel und Gefummel.

Zum Schluss scheint das Zelt tatsaechlich seinen Weg in den Packsack gefunden zu haben.

 

Bald sind auch wir dran mit dem Packen.

Wir moechten heute noch im Mittelmeer baden!!!

 

Unsere Sachen sind schnell verstaut, denn der Camper verfuegt ueber einen riesigen Stauraum.

Die Kinder und ich sitzen im Camper und Swetlana macht den Sicherungsposten.

Rueckwaertsfahrend steuere ich souveraen aus der engen Luecke.

 

Dann, - ein Klopfen an der Wand.

Stopp !

Nichts passiert ?!

Also fahre ich weiter.

Wider haemmert meine Sicherung an die Wand.

Also stoppe ich erneut.

 

Warten.

Ruhe, keiner taucht im Spiegel auf oder erklaert etwas.

War wohl ein Kind hinter dem Camper.

 

Also fahre ich weiter.

Neues Klopfen.

Jetzt bin ich stinksauer.

Sollen die doch zur Seite gehen, wenn etwas ist oder sich gefaelligst an mich wenden.

 

Aber ich halte an.

Zumindest wollte ich das.

 

Ein lautes Krachen erschallt, begleitet von einem unangenehmen reissendem Geraeusch.

 

Jetzt ist es keine Frage mehr, ob ich anhalte.

 

Nun erscheint auch endlich Swetlana in meinem Blickfeld und ergeht sich in Vorwuerfen.

In meiner derzeitigen Stimmung nicht gerade die beste Taktik.

 

Was ist denn so schwer daran zu verstehen, dass man als Fahrer gern eine Erklaerung haben moechte und nicht nur D$%&#@$^#&  Klopfen.

 

Nur wenn man den Fahrer im Spiegel sehen kann, kann der einen auch sehen.

PHYSIK.

 

Genau in diesem Moment meinte so eine Super Wichtige Super Deutsche Super Alleswissende Super Oberschlaue Super Dumm Dame mit Sicherheit Super Grundschullehrerin,

dass sie alles gesehen haette und das jetzt sofort sagen wuerde.

Wenn ich nicht im Camper gesessen haette, dann wuerde sie heute zum Lachen eine Hand vor die Lippen halten....                           Die %&*%$#    - PETZE !

 

Was ist eigentlich passiert?

Wir hatten wie immer die Oberluke offen.

 

Diese lassen sich zur langsamen Fahrt in eine Richtung abklappen, dann kann der Fahrtwind den Camper lueften.

Bei schneller Fahrt ist das natuerlich nicht zu empfehlen.

 

Diese Luke hatte sich in dem Schattennetz verfangen und verhakte sich bei dem rueckwaerts Fahren in dem Netz.

Diese Netze sind quer ueber einen jeden Stellplatz gespannt,  um dort fuer einen erholsamen Schatten zu sorgen.

Sie erinnern an die Vogelnetze welche wir im Herbst ueber Beeren und Baueme spannen.

 

Bei dem Rueckwaertsfahren also zerriss erst das vernetzte Netz und danach gab die Klappe der Lueftungsluke nach und viel lautstark poltern hinten am Camper herunter.

Die Klappe in den Camper geworfen!

 

Uerberzeugungsstark bringe ich Swetlana endlich dazu,  einzusteigen,  damit auch wir mal los koennen.

Noch mehr von den guten Ratschlaegen der Passanten kann ich jetzt nicht ertragen.

Also los.

 

An der Kasse die Abrechnung und in Englisch das Malheur erklaert.

Dort sagte man mir: Nicht so schlimm, passiert oefter.

Das reicht mir,  also Gas und weg.

 

Swetlana moechte sofort begutachten und reparieren. Das unterbinde ich, indem ich einfach nicht anhalte und erst einmal Entfernung zwischen mich und den Platz bringe.

Nachher ueberlegt man es sich dort noch anders und meine neue Freundin hat bestimmt auch schon an der Kasse gepetzt.

 

Bald begutachten wir den Schaden.

Das obere Fenster hat es aus der Halterung gerissen.

Mit Panzerklebeband wird es fixiert und wasserdicht abgedeckt.

Mit einem Anruf in Deutschland (bei dem Verleih) haben wir auch hier eine Beruhigung.

Das Fenster muss neu und ist mit Kosten von unter 300 Euro ersetzt.

 

Sonnuntergang am Mittelmeer.

 

Heute fahren wir nicht lange.

Nach unserem ADAC Reisefuehrer (aus Papier) befindet sich an der Kueste ein Campingplatz.

Unserer Erfahrung nach,  befinden sich immer mehrere Plaetze an einem Ort. So auch hier.

 

Bald schon haben wir einen schoenen Campingplatz gefunden.

Das Schattennetz befindet sich diesmal in der ausreichenden  Hoehe.

Zu Fuss kann das Meer erreicht werden. Dazu durchquert man einen duftenden Pinienwald auf verschlungenden Sandwegen.

Mittags verbringen wir ausserhalb der Sonne auf unserem Platz.

 

Der Nachmittag vergeht im Flug mit baden, faulenzen und traeumen.

Am spaeten Abend,  erwacht der Platz zu dem Leben. Wo kommen denn all die Leute her?

 

Gegen 22:00 Uhr wimmelt es, Musik, Gelaechter und Unterhaltungen dringen durch unsere Camperwaende.

Entgegen unsere (Deutschen ?) Angewohnheit,  schwingen sich die Menschen noch einmal aus der Koje um den Trubel zu bestaunen.

Da ist alles unterwegs,  was Beine hat.

 

Sprichwoertlich von Kleinkindern bis zum Greis.

 

 

28 C um halb zehn Uhr  in der Nacht.

 

Kein Wunder, dass die Locals erst um diese Uhrzeit munter werden. Tagsueber hatten wir ueber 35 C.

 

Ist man in Italien unterwegs, sollte man sich die Angewohnheiten der Locals abschauen.

Es ist kein Zufall, dass  im Hochsommer zur Mittagszeit  rotgesichtige und schwitzende Deutsche vor verschlossenden Kirchentueren stehen.

 

Italiener wissen, dass man Kirchen spaeter an dem Abend immer noch sehen kann, nur dann haben sie a) geoeffent und es ist b) kuehl genug um sie zu besichtigen.

Wir koennen dies sagen, da wir staendig vor den verschlossenden Portalen stehen.

 

Wir bleiben noch einen weiteren Badetag.

Leider verbrennen die Menschen zu dem Bedauern der Kinder.

Deshalb planen wir zur Erholung unserer geschundenen Haut, dieser einen Ruhetag zu goennen und uns die Higlights des Landes anzusehen.

 

Traumhafte Landschaft.

Leider kommen die Farben mit diesem  Foto- Apparat nicht zu der Geltung.

 

In < echt > sind die Felder golden.

Hier versteht man das Maerchen:  Aus Stroh Gold zu spinnen.

 

 

Bild San Gimignano

 

 

Gegen Mittag (natuerlich) erreichen wir San Gimignano.

Wagemutig fahre ich mit dem Camper durch die verstopften Strassen.

 

Das ist natuerlich dumm.

 

Es macht zwar Spass mit der riesigen Kutsche durch die Gassen zu steuern, ist aber nichts fuer die Nerven der Mitreisenden.

Nur weil einmal die Stadtmauer unsere Aussenwand ein wenig streicheln wollte.

 

Nach der Geschichte mit unserem Dachfenster ist Swetlana ein wenig nervoes, was Schaeden am Fahrzeug angeht.

Jeder Kratzer kann unsere Kaution kosten.

 

Also zurueck auf die Landstrasse. Dort war ein Stellplatz ausgeschildert.

Von diesem ist ein Schuttelservice in die Innenstadt.

Besser geht es nicht.

 

Bewachter Parkplatz (sorgenfreier Stadtbummel) und Shuttelservice!

 

Wir entdecken die erstaunlichen Bauten dieser Stadt.

Die Hitze ist allgegenwaertig. Wie eine Hand drueckt sie von oben auf mich.

 

Folglich fuehrt uns der Stadtbummel von einer Eisbude zur naechsten.

 

Trotzalledem ist diese Stadt ein echtes muss.

Nicht nur wegen der Tuerme.

Die Kinder zwingen mich,  mit Ihnen einen dieser Tuerme zu besteigen. Das ist ein echter Liebesbesweiss.

Der Schweiss rennt nur so.

An der Mauer halte ich mich fest, in der Hoffnung,  dass ich mich an der Wand hochziehen kann.

 

 

San Ginignano

 

Die Tuerme von San Gimignano..

Je reicher eine Familie ist, desto hoeher der Turm.

 

Eingebettet in die traumhaft schoene Landschaft der Toskana, liegt unvermutet hinter sanften Huegeln das pitoreske Staedtchen.

Das ist wirklich so und keine Beschreibung aus einem Tourismusfuehrer.

 

Die Stadt pulsiert trotz der Mittgsstunde. Es wimmelt von froehlichen Menschen.

Touristen vermischen sich mit den geschaeftigen Italienern und den eleganten Geschaeftsfrauen.

Einfach nur dasitzen und dem Treiben zuschauen,   ist Unterhaltung genug.

 

Weinreben auf unserem Weg.

 

Nachdem wir die Stadt ausgiebig genossen haben, machen wir uns auf den Rueckweg.

 

Leider funktioniert der Schuttel auf dem Rueckweg nicht so richtig.

Was aber angesichts des Zustands des Fahrzeugs auch kein wirklicher Verlust ist.

Durch das Weinfeld kuerzen wir den Weg ab.

Es entstehen schoene Bilder der Reben und fruehen Trauben.

Irgendwo in Italien.

 

 

Wider auf der Landstrasse unterweg,  entdecken wir dieses kleine Staedtchen. 

In keinem Reisefuehrer beschrieben, machen wir einen spontanen Stopp, als wir die imposanten Stadttore entdecken.

Unter dem Protest der Kinder, welche nicht schon wider aussteigen moechten, um eine,  fuer sie langweilige Stadt zu besichtigen, machen wir uns auf.

Imposante Toranlage am Wegesrand.

 

Auf dem niegelnagelneuen Parkplatz, vor den Toren der Stadt, stehen wir sicher und in dem Schatten. Derart umsorgt habe selbst ich ein sicheres Gefuehl,  was unser Auto betrifft.

 

Wir werden von schoenen Gebaeuden und Aussichten belohnt. Frei von Touristen scheint die Stadt zu schlafen.

 

Italienische  Kaffeepause.

 

 

Das ist eine der tollen Moeglichkeiten in Italien.

Fuer nicht 1 Euro ist es (fast) ueberall moeglich, einen der leckeren Kaffees zu trinken.

 

Man fuehlt sich willkommen und nicht als Stoerenfried.

Kein latenter Vorwurf, dass man nur einen Kaffee bestellt und nicht das komplette Menue.

Lediglich ein wenig ausruhen und den Geschmack geniessen.

Allerdings kann ich auch zugeben, dass ich nirgends auf der Welt (und damit meine ich,  in allen mir bekannten Ländern) besseren Kaffee als in Italien hatte.

 

Die menschenleere Stadt bruetet in der nachmittaeglichen Hitze.

Morbider Charme in der Toskana.

 

Es ist schon spaet und wir beginnen nach einem Campingplatz zu suchen.

Das ist in der Aerea vor den Navigationsgeraeten eine Herausvorderung.

Nur mit der Papierkarte (fuer die Juengeren - Analognavi) bewaffnet, steuern wir Richtung Kueste. 

 

 

 

 

Diese Zypressenreihen praegen das typische Bild der Toskana.

 

Des Suchens muede,  probieren wir eins der Agriculture.

Das sind Privatleute, welche Zimmer an Reisende vermieten.

Oft sind es Landwirtschaftliche Betriebe.

Ein Abendessen mit ordentlicher Bewirtung und Familienanschluss sind Teil dieses sympatischen Concepts.

 

Leider befand sich niemand  hinter dieser schoenen Einfahrt.

 

 

Unsere beste Pizza in Italien. Hauchduenn und lecker belegt.

 

 

Endlich finden wir ein Hinweisschild auf eine Pizzaria.

 

Dort ist es erlaubt zu uebernachten, nach dem Besuch des Lokales.

Wir nutzen die Gelegenheit aus und bestellen uns die tolle Pizza.

 

 

 

 

 

 

 

 

Catharina muss noch warten...

Die Pizza ist riesengross, hauchduenn sowie spaerlich belegt.

Anfangs mache ich mir Sorgen, ob sie meinem Appetit standhaelt.

 

Das ist natuerlich unbegruendet, denn nach der Haelfte beginne ich zu schwaecheln.

Nur durch Diziplin, Selbstbeherrschung und jahrelangem Training bewaeltige ich die Pizza  -ohne Reste.

 

Italienisches Fruehstueck.

 

 

Eigentlich hatten wir vor,  unser Fruehstueck aus unseren Bestaenden ab-zu-halten.

Nach der positiven Erfahrung von gestern Abend allerdings, entschlossen wir uns kurzfristig das typische Italienische Fruehstueck zu ordern.

 

Wir werden mit Kaffee, Kakao, Toast, Kuchen, Keksen, Marmelade und vielen anderen Leckereien belohnt.

Wenn das typisch italienisch ist, dann muessten die eher rollen statt laufen!

 

 

 

 

 

Heute morgen steht unser Highlight auf dem Programm.

Die Stadt Pitigliano.

 

 

Seit unserem ersten Besuch vor Jahren ist diese Stadt zusammen mit Assisi mein Italienisches Higliht.

Diese Stadt trohnt auf einem uneinnehmbaren Felsen.

Von der Zeit vergessen,  scheint sie mit ihrem trutzigen Aussehen, den naechsten Angriff der Babaren abzuwarten.

Die Haueser scheinen den  Felsen zu entwachsen. Nein, sie sind dem Felsen entwachsen!

 

Diese Bild setzt sich innerhalb des Zentrums fort.

 

Blick von der Stadtmauer von Pitgliano. Auch auf der anderen Seite ist nur Felsen zu sehen.

 

Der grosse Platz im Zentrum von Pitigliano.

Hier kann man nostalgische Fotos mit dem passenden Ambiente beim oertlichen Phographen erstellen lassen.

 

 

So wuensche ich mir meinen  Altenteil zu verbringen.

 

Mit Kumpels ueber Touristen lachen und Rotwein trinken.

Oder mit der Frau am Nacktstrand liegend,  den jungen Goeren nachstarren...

 

Innenstadt von Pitigliano.

 

Darum fahren Italiener auch kleine Autos.

Der Verkehr rollt auch durch diese Gassen.

 

Immerhin sind die Gassen dadurch beschattet, denn wir haben es mal wider geschafft in der Mittagszeit die Stadtbesichtigung zu machen.

 

Innenhof in Pitigliano.

 

 

Die eigentliche Stadt liegt unter der Stadt.

Im Sommer verstecken sich die richtigen Einwohner vor der Hitze in den Kellern.

Nur diejenigen die kalte Getraenke an die Touristen verkaufen, arbeiten noch.

 

Moto Guzzi. Faehrt noch !

 

 

 

 

Ein Bild wie aus einem Kinderbuch!

 

Ein letzter Blick auf diese schoene Stadt.

Leider existiert kein Campingplatz in der Naehe. Ausserdem haben wir den Kinder versprochen, dass sie heute noch baden duerfen.

 

Saturnia.

50 km lang ausgeschildert. An allen moeglichen und unmoeglichen Stellen befinden sich Hinweisschilder auf dieses natuerliche Spektakel.

 

 

Es lohnt sich!

In den Sinterterassen des natuerlichen Quellwassers haben sich Becken ausgebildet.

Das heisse Wasser entstroemt direkt aus warmen Quellen in die Becken. Es hat eine Temperatur von ueber 25 C.

 

Ohne die Becken in der Tuerkei zu kennen, behaupte ich, dass Saturnia mithalten kann.

Der entscheidende Vorteil von Saturnia ist, die Becken laden zum kostenlosem Baden ein.

 

Lediglich der Geruch laesst einem am Anfang ein wenig bedenken.

Schnell ist die Hemmung ueberwunden und hinein in das Badevergnuegen.

 

Saturnia.

 

 

Alt und Jung tummeln sich in dem Heilwasser.

Es ist toll,  hier zu sein und sich von dem Wasser berieseln zu lassen.

 

k

Saturnia.

 

Ruhiges Baden oder in einem natuerlichem Whirlpool sitzen, alles ist moeglich.

 

 

 

Mein persoenliches Highlight.

 

Es kam eine Gruppe junger Maedchen, welche unbedingt durch <unser> Becken hindurch mussten!

Gab ja nur 20 andere Becken?

 

Gerade an der Stelle, wo ich es mir bequem gemacht hatte, waren spitze Steine am Boden. (Darum durfte ich den Platz haben, denn die Kinder bevorzugten  den weichen Sand !)

Diese Steine widerum liessen die Maedchen lustig aufquitschen und aufhuepfen.

 

Voellig selbstlos, wie ich ja nun mal bin, konnte ich den Damen Hilfstellung bieten, indem ich ihnen meine Hand darbot.

Andernfalls waeren die wohl auf mich draufgefallen! Das widerum ...

 

 mit

Abendstimmung am Mittelmeer.

 

Diesen Abend verbringen wir am Meer.

Es ist geplant hier einige Tage auszuruhen,  vor der Heimreise.

 

Puenktlich zum Sonnenuntergang finden wir uns am Strand ein.

Leider sind dies die letzten Bilder meiner Camera, denn diese verabschiedet sich heute mit einem elektronischem Gruss.

 

Ein tolles Gefuehl.

Nachts sind es noch immer 28 C.

Hier koennen wir einmal so richtig waerme tanken.

Unter dem Alkoven, wo ich jetzt dran bin mit schlafen, staut sich die Waerme noch immer.

 

Das Fenster laesst sich ja nicht mehr oeffnen!

 

Die Grillen rufen, die Pinien duften, das Meer rauscht.  Das Leben hat seine schoenen Seiten.

 

 

 

 

 

Unser Stellplatz.

 

Zwar nicht unter Palmen aber unter Pinien und Laerchen.

Die langen Nadeln bedecken cm tief den Boden.

 

Zu dem Fruehstueck machen wir uns ein Spass daraus, die Ameisen zu fuettern.

In Minutenschnelle sind die fleissigen Biester zur Stelle,  um die Brotkruemel aufzulesen.

Nach kurzer Zeit ist von unserem schlechten Benehmen nichts mehr zu erkennen.

Zum Glueck haben wir Gummiraeder am Camper, welche unser Inneres vor diesen Viechern beschuetzen.

 

Animation am Meer.

 

 

Das war lustig.

Das Animationsteam muehte sich verzweifelt ab um gute Laune zu verbreiten.

Kein Schwei... interessiert sich dafuer.

 

Nicht mal ein klitzekleines Kind konnten die begluecken.

Aber deshalb gaben sie noch lange nicht auf,  ihre Albernheiten zu veranstalten.

Erst nachdem das Programm abgespult war, konnten sie Ihrer Niederlage in das Gesicht sehen.

 

 

Abendstimmung am Mittelmeer.

 

Ein Bild wie von einer Postkarte.

Dafuer lohnt sich der weite Weg mit dem Trabbi ueber die Alpen. (Schoene Gruesse an Lutz aus Oelsnitz/ Vogtland)

 

Beweisfoto einer gluecklichen Kindheit !

 

Nach dem Baden gibt es Gelati.

Hier in Form eines Stangengewaechses.

Fuer die Menchen gab es einen Kaffee.

 

Bloss nicht zugeben, dass es Spass macht.

Kurze Zeit spaeter ziehen wir unsere triefnassen aber ausgetobten Kinder aus den tosenden Wellen

 

 

Sonnenuntergang am Mittelmeer.

 

 

 

 

Basislager. An den zu dem Trocknen aufgehaengten Sachen erkennt man, dass wir hier wohnen.

 

Und wieder ein Sonnenuntergang.

 

Abschied vom Mittelmeer.

 

Wir sollen uns eine Weile nicht widersehen.

Das war uns beiden zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst, sonst waere ich wohl noch geblieben.

Leider haben die Menschen nach den Badetagen einen solchen Sonnenbrand, das wir uns einfach nicht laenger am Strand aufhalten koennen.

Sehr zu dem Bedauern der Kinder !

 

Am fruehen Morgen brechen wir auf, um unsere Heimreise anzutreten.

Wir moechten ueber mehrere Tage in kleinen Etappen heimtroedeln.

Das erste Ziel fuer heute heisst Vinci.

Richtig, das Vinci von dem Leonardo.

 

Im Reisefuehrer steht, dass dort ein tolles <Mitmach Museum> existiert, in welchen seine Erfindungen anschaulich und praktisch zu erleben sind.

 

Nicht ohne noch einmal einen Schrecken zu erleben.

An einer Kreuzung, in der kleinen Stadt, welche  in der Naehe des Campingplatzes liegt,  werden wir von einem Auto angehupt und wild winkend zu dem Anhalten aufgefordert.

 

Beunruhigt was passiert ist,  halten wir sofort an.

 

Zum Glueck fuer uns, denn unsere Klappe der Garage hat sich geoeffnet.

Bei einer Segelflaeche von ueber 1 m2 nicht so ganz ungefaehrlich!

Es haette unsere Habseligkeiten auf der Strasse verteilen koennen, oder schlimmer noch,  einen Passanten erwischen koennen.

Dabei hatte ich die Klappe doch sicher verschlossen ?!

 

Von nun an werden die Klappen vor jeder Abfahrt nicht nur geschlossen,  sonder abgeschlossen.

 

PS Passiert ist uebrigends nichts.   Nix verloren, kein Schanier verbogen und auch Niemanden getroffen.

 

 

Nachdem wir uns unendlich durch die kleinen Strassen gequaelt haben und auf der Autobahn sind, geht es zuegig voran.

Bald entdecken wir die richtige Abfahrt.

 

Von nun an heisst es auf die Strassenschilder zu achten, denn der Ort versteckt sich irgendwo im nirgendwo.

Mehrfach fahren wir an den winzigen Hinweisschildern vorbei.

Letzendlich fanden wir aber das gesuchte Ziel.

 

Hier mal ein Loblied auf die heutigen Navis.

Dieses Rumgegurke mag ja romantisch klingen, ist es aber nicht!

Schon gar nicht in einem Leihcamper,  auf weglosen Strassen mit erwartungsfrohen (noergelnden) Kinder auf der Ruecksitzbank.

Im Leonardo Museum von Vinci.

 

Da selbst ich lernfaehig bin, versuchen wir es gar nicht erst,  in die Stadt zu fahren,  sondern folgen der Beschilderung auf einen grossen Parkplatz.

Das Parkplatzschild fuehrt uns auf eine Wiese, auf welcher sich bereits mehrere Fahrzeuge befinden.

Das laesst auf einen grossen Besucherandrang hoffen.

 

Wir haben die Qual der Wahl.

Ist nur ein Parkplatz zur Verfuegung faellt die Suche leicht. Auf einer freien Flaeche meint ein jeder, einen Diskussionsbeitrag leisten zu muessen.

Wir einigen uns nach mehreren Anlaeufen auf:

a) Schatten,

b) kurze Wege,

c) am Rand,

d) den spaeter vollgefuellten Parkplatz verlassen zu koennen und

e) (mein Favorit) uns nicht fest zu fahren.

 

Das Museum ist nach einem kurzem Fussmarsch schnell gefunden.

Leider entsprach es bei weitem nicht den Erwartungen (unseren und denen der Kinder).

Die Modelle sind nicht zu dem Anfassen freigegeben. Die Erklaerungen in Englisch sind eher langweilig.

Schnell sind wir mit dem Museum durch.

 

Zum Trost moechten wir ein Gelatio, denn wir hatten ja heute noch keins.

Eine Wolkenbank laesst nichts gutes Erahnen, so suchen wir uns einen ueberdachten Pavillion.

Kaum hatten wir die Bestellung aufgegeben,  brach die Welt zusammen.

 

 

Kaffee in Vinci.

 

An dem heutigen Tage hatte sich eine bunte Schar von Fanatsie -Anhaengern in Vinci versammelt.

Das erklaert auch den grossen Parkplatz.

 

Die fleissigen Italiener hatten Buden aufgebaut, um den Fantasten weitere Accessoires feil zubieten.

Eine dieser Buden befand sich unmittelbar vor unserem Sitzplatz.

An diesem Stand bot eine aeltere Dame ihre Waren an. 

 

Der Regen droht nun all ihr Hab und Gut davon zu schwemmen. Lediglich eine duenne Plastikplane trennte sie vor dem Ruin.

 

Tapfer trotzte die Dame den Gewalten.

Das sie dabei fast im Regen ertrank, laesst den Stern ihres Heldenmuts noch hoeher leuchten.

 

Halb amuesiert, halb mitleidig sahen wir dem Schauspiel zu.

Ein helfender Eingriff unsererseits war nicht noetig/moeglich, denn bald schon hatten sich haufenweise Passanten unter Ihrer Folie versammelt.

 

Festival Teilnehmer in Vinci.

 

Der Regen ging so schnell wie er kam.

Er hinterlaesst eine saubere Luft und den schoenen Geruch von frischem Sommerregen.

 

Die tollen Kostueme und gute Laune der Fantasten ersetzen das eher maue Museum bei weitem.

Die schoene Innenstadt mit ihren interessanten Shops und Gebaueden sind allemal einen Besuch wert.

 

Bald aber haben wir genug vom Gucken und machen uns auf den Weg zurueck zum Camper.

 

Radrennen in Vinci.

 

 

Kurz vor dem Camper scheucht uns die Polizei mit Sirenen und viel Gefuchtel von der Strasse.

Sekunden spaeter rauscht eine Kolonne von Rennradfahrern vorbei.

 

Also ich muss schon sagen, dass Vinci eine Menge zu bieten hat.

 

Am Camper angekommen ueberlegen wir, was tun.

Offensichtlich wir diese Nacht ein berauschendes Fest von den Fantasten abgehalten werden.

Auf der Wiese koennten wir uebernachten, denn die meisten werden wohl auch in Ihren Autos oder Zelten schlafen.

 

Trotzdem (oder gerade deswegen) Entscheiden wir uns fuer die Weiterfahrt.

Der Heimweg ist lang und den Kindern waren die Verkleidungen und uebermuetigen Gestalten schon am Tage etwas unheimlich.

In ein paar Jahren waere unsere Entscheidung wohl anders ausgefallen!

 

Sonnenuntergang am Gardasee.

 

 

Zurueck auf der Autobahn entscheiden wir uns fuer einen Stopp am Gardasee.

 

Das ist ein Fehler.

 

Mittlerweile hat die Hauptsaison begonnen.

Tausende von Urlaubern reihen sich in Autoschlangen rund um den See.

Von Fahren ist keine Rede mehr.

Also stellen wir uns hinten an und warten die Zeit ab.

Zentimeterweise schiebt sich der Verkehr durch die schmalen Gassen.

 

Auf den Campingplaetzen am See,  immer die gleiche Antwort: Ausgebucht!

 

Dann ein Schreck!

Bei einem Wendemaneuver in der engen und ueberfuellten Auffahrt eines Campingplatzes:  Ein lautes Krachen.

 

Nicht schon wieder.

Pisa sitzt mir noch in den Knochen.

 

Schnell vorfahren und den Schaden begucken.

 

Nichts!

 

Der Fahrradtraeger hat einen losen Ast gestreift und abgerissen.

Also nichts am Camper  (und kein Fahrfehler meinerseits) !

 

Von den Absagen und diesem beinahe Unfall entmutigt,  ueberlegen wir  -was nun?

Wir sind muede und generft.

Einen letzten Anlauf noch und dann zurueck auf die Autobahn.

 

Endlich werden wir fuendig.

Fuer eine Nacht kein Problem aber wir muessen bis morgen 12 :00 Uhr den Platz verlassen.

 

Ok.

Also hinauf auf den Platz.

 

Der uns zugewiesende Platz befindet sich in einer der winzigen Gassen.

Zentimeterweise schiebe ich mich, mit dem ueberdimensionierten Gefaehrt,  hinein.

 

Mitten zwischen den anderen Campern, Zelten und Wohnwagen hindurch.

Oft werden Stuehle oder Stangen beiseite geraeumt, um mich hindurch zu lassen.

Dann;  Oh Schreck, der Platz ist belegt.

 

Der Besitzer des Platzes ist noch geblieben und hat seine <nicht erfolgte>  Abreise nicht angemeldet.

Fuer uns beide ist der Platz zu klein.

 

Also, dasselbe rueckwaerts hinaus.

Mittlerweile kennt man mich und unter lautem Gerufe (und Gefuchtel) werde ich freundlich hinaus gewunken.

Mit freundlich meine ich freundlich.

 

Offensichtlich kennen die hier das mit den falschen Platzangaben schon.

 

Jetzt suchen wir uns erst mal einen anderen Platz, - zu Fuss.

Dann fahre ich dort hin und besetze diesen mit unserem Ungetuem.

Die Gefahr gehe ich ein, dass ein anderer Stellplatzbesitzer uns verscheucht in der Nacht.

 

Gut, nach kurzer Zeit gebe ich nach und marschiere zur Rezeption.

Nach einer kurzen Diskussion ist man Einverstanden und wir haben unseren Platz gefunden !!!

 

In der Zeit, in welcher ich diskutiere und verhandel,  macht Swetlana die Bilder des Sonnenuntergangs.

 

Abendstimmung am Gardasee.

 

 

Den Abend verbringen wir mit Pizza und Strandbesuch in der Nacht.

Es sollte ja unser letzter Abend in Italien sein.

 

Heute wuerde ich einen Stellplatz vorher mieten oder den Gardasee meiden.

 

Anstehen vor dem Brennertunnel.

 

Am Morgen erlebt Swetlana einen ruhigen Camping alltag.

Dieser schoene Morgen mit Picknick am und baden im eiskalten Gardasee sollten Ihr als etwas Besonderes in der Erinnerung bleiben. 

 

Ich selber kann mich nur an meine Unruhe ob der bevorstehenden Heimfahrt und den Termindruck erinnern.

Denn meine Aufgabe war es,  den voellig ueberfuellten (und ueberteuerten) Platz vor 12:00 Uhr Mittag (heile) zu verlassen, um keine Strafe bezahlen zu muessen.

Folglich parkte ich unser schweres Geraet ausserhalb des Platzes und die Kinder mit Frau troedelten hinterher.

Noch einen Tag zu bleiben und dann Nonstop durch -zu -fahren, wollte ich nicht, denn die optimale Reisegeschwindigkeit unseres Monsters  liegt bei 80 - 90 Km/h.

Er kann auch schneller, doch dann steigt der Verbrauch rapide an. So begnuegt er sich mit ca 12 Litern Diesel.

 

Stellplatz in der Schweiz.

 

 

Wir fahren bei strahlenden Sonnenschein auf der Italienischen Seite in den Brenner Tunnel.

OK;  Fahren ist zuviel gesagt.

 

Wir stehen uns vorwaerts.

Irgendwann sind auch wir an der Reihe in den mautpflichtigen Tunnel einzufahren.

Ich glaube,  die Ampelregelung dient der Verkehrskontrolle,  damit sich nicht zu viele Touristen gleichzeitig im Tunnel befinden.

Der lange Tunnel endet in der Schweiz, - im Regen.

 

Ein wenig melancholisch denke ich an die tolle Passstrasse zurueck und an die schoene Zeit.

Verbunden mit der Vorfreude auf den noch beginnenden Urlaub.

Ich persoenlich wuerde auf der Hinfahrt immer versuchen einen Pass zu fahren. Allein schon um den Wechsel der Landschaft zu erfahren.

 

 

Eine Bemerkung noch zu der Maut in der Schweiz.

Da wir mit einem schweren Gefaehrt unterwegs sind, fallen wir nicht unter die PKW Maut.

 

Wir haben eine spezielle Maut fuer <Schwere Fahrzeuge> zu entrichten.

Diese stellt sich als gebuehrenpflichtige Genehmigung/  Tabelle heraus.

Man soll an jedem Tag,  in welchem man in der Schweiz unterwegs ist,  ein Datum in die Tabelle eintragen.

Ist die Tabelle voll,  benoetigt man eine neue.

 

Es ist der Risikofreude eines Jeden ueberlassen,  ob man diese Eintraege vornimmt oder nicht.

Wir haben diese Tabelle akribisch ausgefuellt.

Wird man ohne Eintrag erwischt, dann erfaehrt man die volle Haerte der Schweizerischen Gesetzgebung!

 

Tatsaechlich verursachen wir eine Verwirrung bei der Ausreise aus der Schweiz.

Die Dame an der Zollkontrolle kennt offensichtlich unsere Regelung nicht.

Entsetzt, dass wir keinen Aufkleber in der Scheibe haben,  winkt sich uns aus dem Verkehrsstrom heraus.

 

Erst ihr aufgeregt herbei gewunkender Vorgesetzer kann den Frischling aufklaeren.

 

Jetzt bin ich dankbar, dass ich meine Eintraege gruendlich vorgenommen habe, denn nach der kurzen Pruefung unserer Papiere werden wir mit einer nachlaessigen Handbewegung fortgeschickt.

Da wir alles richtig gemacht haben, nutzte ich die Gelegenheit, um auf die Kosten der Schweizer Behoerde in Ruhe auf die Toilette zu gehen.

Dann aber nichts  wie weg !

 

Zum Abend suchen wir uns einen ausgewiesenden Stellplatz irgendwo am Wegesrand.

Es geht eine Seilbahn von diesem Parkplatz auf den naechsten Berg.

Gern wuerde ich diese Gelegenheit wahrnehmen,  am naechsten Morgen.

 

Der Parkplatz ist irgendwie noch im Bau und (noch) nicht fuer Camper freigegeben.

Extra fuer uns wird ein Schluessel besorgt und wir duerfen hineinfahren.

 

Mit einer fuer die Schweiz sehr geringen Gebuehr werden wir positv ueberrascht.

Aus (falscher) Dankbarkeit moechte ich bei dem Imbiss, welcher den Parkplatz betreut,   ein Abendessen bestellen.

 

Das sollte man in der Schweiz besser nicht tun.

Das, aus Deutscher Sicht,  viel zu teure Essen war eher  -fade.

 

Am naechsten Morgen erwartet uns eine truebe Suppe am Himmel.

Daher machen uns auf die weitere Heimreise.

Die Bergbahn faengt Ihren Betrieb erst in den Mittagsstunden an und bei dem Wetter zu wandern,  fehlt uns die Lust und die Geduld.

 

Heimatliche Gefuehle:  Einkaufen im Penny.

 

 

Auf der Deutschen Seite brausen wir auf der Autobahn Richtung Heimat.

 

Bald schon wird es uns zu langweilig.

Es ist einfach zu Schade,  durch die uns unbekannt Heimat zu rasen und die schoenen Doerfer und Staedtchen niemals kennen zu lernen.

Am liebsten haette ich meinen eigenen Camper und viel Zeit, dann wuerde ich mich von Ort zu Ort schleichen.

 

Swetlana sucht auf der Karte willkuerlich eine Sehenswuerdigkeit heraus.

Wald und Wasserfall verheissen einen schoenen Spaziergang.

 

Am ersten Penny in der Heimat versorgen wir uns mit vertrauten Produkten. (Endlich richtige Wurst !)

 

Einerseits sind wir froh uns bekannte Lebensmittel in den Vorrat einzufuegen, andererseits ist es erschreckend, dass der Penny hier dieselben Produkte anbietet, wie der im 800 km entfernten Emmerich.

Lediglich ein Regal mit lokalen Produkten unterscheidet die Maerkte.

 

Swetlana nutzt die Gelegenheit unser Dach nochmal nach-zu-tapen.

Leider hat sich dieses auf dem Autobahnritt verselbst -staendigt.

Durch den Schweizer Regen hatte sich das Tape geloest.

 

Bei der Fahrt auf der Autobahn,  ist mit einem leisen Zisch Geraeusch das Dach ploetzlich entschwunden.

 

Zum Glueck befand sich niemand hinter uns und wir konnten das Dach kleinlaut wider einsammeln.

 

Bei dieser Aktion verloren wir auch gleich Niclas Schwimmhose, welche sich zu dem Trocknen an der Camper Tuer befunden hatte.

Fuer ihn tragisch, denn es befindet sich sein neu erworbendes Silber Schwimmabzeichen an dieser Hose !!!

 

Auf einem Autobahn Parkplatz tapen wir provisorisch ab.

 

Jetzt, mit dem besten Tape was Penny zu bieten hat, wird eine dauerhafte Verbindung mit dem Dach eingegangen.

 

 

Wanderung im Schwarzwald.

 

 

Tatsaechlich finden wir den Parkplatz,  an welchem wir die Wanderung starten wollen.

Endlang eines wilden Bachs fuehrt uns der Weg.

 

Auf dem schoenen Weg entdecken die Kinder die CoCa Cola Quelle.

Der Bach fuehrt ein braunes sprudelndes Wasser, welches tatsaechlich an die zuckerhaltige Brause erinnert.

 

 

 

Wanderung im Schwarzwald.

 

 

Die Treppe ermoeglicht einen engem Kontakt zum Wasserfall.

An dem Ende unseres Wegs entdecken wir eine Schlossruine.

Diese wir heute genutzt um Theaterauffuehrungen zu zelebrieren.

 

 

Kirchenruine im Schwarzwald.

 

 

Nachdem die Kinder die Ruine in allen Einzelheiten untersucht haben, machen wir uns auf den Rueckweg.

 

Also dieser Ausflug hat sich wirklich gelohnt.

Noch heute denken die Kinder gern an Ihren Cola Bach zurueck !

 

 

Typisches Haus im Hochschwarzwald.

 

 

Wir uebernachten auf einem Campingplatz an der Schwarzwaldhochstrasse.

 

Leider haben hier die Ferien noch nicht begonnen und es ist Vorsaison.

Das beschert uns zwar guenstige Preise, aber es hat auch nichts geoeffnet.

 

Im Nachbardorf befindet sich eine spektakulaere Sommerrodelbahn. (Geschlossen!).

Zum Glueck haben die Kinder diese bei der Durchfahrt nicht bemerkt, denn dass haette Traenen gegeben.

 

Wahrscheinlich haette Niclas mit Begleitung fahren duerfen und Catharina nicht.

Dieses Abenteuer heben wir uns fuer einen Zeitpunkt auf,  wenn aus den Zwergen  Menschen werden.

 

Wanderung im Schwarzwald

 

An diesem Abend wuerde ich gern meine geliebten original handgemachten Kaesespaetzle essen.

Leider fallen auch diese der Vorsaison zum Opfer.

 

In dem gesamten Dorf haben alle (drei) Restaurants geschlossen.

Immerhin erleben wir einen schoenen Spaziergang mit einer authentischen Dorfidylle.

 

Irgendein Doerfler hatte etwas zu feiern. Daher traf sich die Jugend zum Fussballspiel und Grillen auf einer Wiese.

Der Zufall wollte, dass unser Weg ueber diese Wiese fuehrte.

Der Ball rollte Swetlana vor die Fuesse und mit einem gekonnten Schuss,  flog die Sandale davon und der Ball blieb liegen.

 

Das brachte uns eine spontane Einladung zum Spiel ein.

 

Leider waren wir der Landessprache nicht maechtig ?!

 

Ein schoener Abend war schnell vorueber und die Heimreise fuehrte uns am Morgen die Hochschwarzwaldtstrasse entlang.

In diese tollen Gegend mit ihren freundlichen Menschen wuerde ich gern oefter kommen !!!

 

 

Als wir genug hatten, von der Gondelei auf den kleinen Strassen, suchten wir uns eine Autobahn und reisten bis an die Mosel.

Stellplatz an der Mosel.

 

Am spaeten Nachmittag erreich wir unseren letzten Stellplatz dieser Reise.

Die Mosel hat eine besondere Anziehungkraft auf unsere kleine Familie.

 

Durch die Landal Parks sind wir haeufig Gast in dieser Region.

Zudem ist von hier die Heimreise bequem zu bewaeltigen.

 

Ein Stellplatz ist schnell gefunden.

An einer Art Parkticket -Automat wird die Stellberechtigung erworben.

Alle Arten von Campern und Urlaubern ist hier zu Gast. Allein dies macht den Aufenthalt schon zum Erlebniss.

Fahrzeuge aus allen Europaeischen Nationen sind zu Gast.

 

 

 

 

 

Die Weinberge der Mosel umrahmen den Blick aus unserem (mobilen) Wohnzimmerfenster. 

 

Nebenan stehen einige der gigantischen amerikanischen Mobilheime.

Die Winnebagos sind nicht wirklich als Wohnmobile zu bezeichen.

 

Wanderung in einem Moseldorf.

 

 

Heimatliche Gefuehle an der Mosel.

Gern befinde ich mich in dieser Region.

Die vertrauten Fachwerkhaeuser erinnern mich an die Doerfer meiner Kindheit.

 

Man kann es an den Gesichtern der Kinder ablesen.

Das Eis ist liebevoll hergerichtet und mit M&M verziert, aber nach dem italienischem Gelatio ...

 

Da kann das Eis aus der Truhe nicht mithalten. Uns Menschen ergeht es mit dem laschen Filterkaffee nicht anders.

Ach Italien, wie schnell ist doch der Urlaub verflogen.

 

 

Voller Erinnerungen, Gerueche und Erlebnisse erleben wie die letzten Stunden unseres Urlaubs.

Cochen an der Mosel.

 

Wie oft schon haben wir an dieser Stelle ein Foto geschossen.

Bislang haben wir es noch nicht geschafft,  das Schloss zu besichtigen.

Auch heute fahren wir nach dem obligatorischem Foto weiter.

 

 

 

 

 

 

 

Burg Eltz

 

Vor unserer entgueltigen Heimreise haben wir uns einen Leckerbissen aufbewahrt.

Da es keine 500 DM Scheine mehr gibt, muessen wir uns die Burg jetzt in <echt> angucken.

Vom bewachten Parkplatz fuehrt ein steiler Wanderweg zur Burg.

 

Nach der Entrichtung eines unverschaemt hohen Eintrittspreises kann das Innere der Burganlage besichtigt werden.

Ganz ehrlich: Die Raubritter haben ihren Raubzug jetzt nur legal verlagert!

Eigentlich lohnt die Burg mehr von aussen als von innen, dazu muss man aber erst innen gewesen sein!

 

 

 

 

Burg Eltz

 

 

Lustige Fotos der wehrhaften Anlage.

Jetzt nur noch den steilen Weg wider herauf!

Nach der Besichtigung fahren wir Nonstop zurueck nach Emmerich.

 

 

Kilometerstand bei Ankunft in Emmerich am Rhein.

 

Bei einem Kilometerstand von 11831 km haben wir genau 3990 km zurueckgelegt. 

Der Wagen hat im Schnitt 12 Liter Diesel verbraucht, bei einer Geschwindigkeit von ca 90 km/h.

Das Fahrzeug haette weit hoehere Geschwindigkeiten fahren koennen, aber unsere <Wohlfuehlgeschwindigkeit> lag eben bei 90 km?h.

Bei diesem Tempo muss man andere Zeitraeume fuer die Entfernungen einplanen.

Statt der gewohnten 4 Stunden fuer 400 km werden es schon mal 5-6 Stunden.

 

Insgesamt ist es ein tolles und sicheres Fahrzeug, welches einen geraeumigen Platz fuer eine  4 koepfige Familie bietet.

Der Gluecksmobil Aufbau ist sauber verarbeitet und nichts klappert.

Wir haben keine Verluste an Moebeln, Vorhaengen, oder Reisverschluessen erlebt.

 

Lediglich Catharina hat sich beim Verstecken spielen, unter einer Decke an einer heissen Lampe die Finger verbrannt.

 

Wir werden, trotz aller Vorteile welche ein solch grosses Fahrzeug bietet, diese Groesse nicht wider mieten.

 

Die Nachteile dieser Groesse sind fuer uns einfach in der Ueberzahl.

- Stellplatz und Parkplatzsuche,

- Geschwindigkeit,

- Verbrauch,

- Miet/ Anschaffungskosten.

 

 

 

 

Waschanlage in Emmerich am Rhein.

 

Niclas hilft tatkraeftig mit bei dem Autowaschen.

Die Zurueckgabe verlaeuft wie gehabt, - undramatisch.

 

Da das Fahrzeug am Wochenende weitervermietet ist, wird mit der Reparatur des Dachfensters sofort begonnen.

 

Bei DUEMO ist man Dankbar, dass wir direkt Bescheid gegeben haben, so konnte das passende Dachfenster einbaubereit zur Verfuegung gestellt werden.

Bei Kosten von deutlich unter 200 Euro, fuer das Fenster und den Einbau,  war nie die Rede von einem Einbehalten oder verzoegerter Rueckzahlung unserer Kaution.

 

So nimmt der Sommerurlaub 2010 in Italien ein schoenes Ende.

Wir sind froh den riesigen Kasten heile nach Hause gebracht zu haben und dass wir uns jetzt um nicht weiter und das Gefaehrt zu kuemmern haben.

Die Miete von Fahrzeugen hat viele Nachteile aber allein,  dass ich mir keine Gedanken um Unterstellung, Technik oder Oelwechsel machen muss, wird uns noch mehrere Jahre lang mieten lassen !!!

 

 

Fazit:

Italien macht mit, oder gerade durch,  die Kinder sehr viel Spass.

Der beste Kaffee kommt aus Italien.

Kaesespaetzle schmecken doch zu Hause am besten.

 

 

 

 

 

Abschied vom Mittelmeer.

Ein Bild wie es schoener nicht sein kann.

Ruhige, zufriedene Kinder, Sonnenuntergang, das Rauschen des Meeres im Ohr und mit einer wunderschoenen Frau an meiner Seite.

 

Oliver Stuckert in Hanoi, Vietnam

Oktober 24.10.2013

Mail an : Oliver.stuckert@yahoo.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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